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Mythos Europa

ANTOINETTE

MuMo Praha 16/3/2018 – 30/6/2018

Projekt  „Mythos Europa“
Woher wir kommen – Wohin wir gehen

 

Die Projektidee

Europa ist viel mehr als die Summe der Nationalstaaten, denn es hat eine gemeinsame Geschichte, eine gemeinsame Kulturgeschichte. Wo liegen die Wurzeln und welche Pfade führen in die heutige Zeit und in den heutigen Diskurs? Dazu liefert das Projekt ‚Mythos Europa’ eine Plattform. Mit den Mitteln der gegenständlichen Malerei werden Geschichten aus der Mythologie der „Europa“ erzählt und wie wir diese Bilder wahrnehmen. Es geht um den  inneren Zustand des Kontinents  und welches Bild Europa nach außen vermittelt. Die Ausstellungstournee durch europäische Städte mit 40 großformatigen Werken der Malerin ANTOINETTE soll den Kern einer Veranstaltungsreihe bilden, in deren Rahmenprogramm über das Gestern, das Heute und das Morgen Europas nachgedacht und diskutiert wird.

Die „gestaltete Figur“ in der bildenden Kunst ist in Europa über alle Jahrhunderte ein Transportmittel wichtiger Überlebensbotschaften gewesen. Dabei wurde sie immer wieder neu,  individuell und zeitbezogen interpretiert. Europa besitzt wundervolle Zeugnisse seiner kulturellen Leistungen. Zeichen von großartiger Schönheit, die aus tiefer Verzweiflung und großem Schmerz geboren worden sind. Bildhauer, Maler und Architekten haben den Gegenständen, den Häusern, Palästen und Gärten, den Skulpturen und Bildern eine Prägung  gegeben, an deren Formsprache sich bis heute weltweit das suchende Maß für Schönheit orientiert. Das ist auch das Ergebnis großer, jahrhundertealter Auseinandersetzungen, von vielen Kriegen, Machtkämpfen und Ausbeutung. Auch sie haben die andere, die schöne Seite Europas erschaffen. Durch Überfluss und Reichtum hat sich eine großartige Kultur- und Kunstlandschaft entwickelt, viele Spuren dieses Ringens um wahrhaftige Kunst sind sichtbar hinterlassen, Spuren, die tief in unserem kollektiven Bewusstsein verankert sind.

Auf diesem gemeinsamen Weg der kulturellen Entwicklung haben wir, aller kriegerischer Auseinandersetzung zum Trotz, die Schönheit, die Liebe, die Achtsamkeit und den Frieden entdeckt.

Die Malerin ANTOINETTE assoziiert in ihren Bildern. ‚Lasse ich mich von diesen  subjektiven Bildern berühren? Was finde ich schön? Wie wichtig ist Tiefgründigkeit dabei? Kann ich unsere geschichtliche Vergangenheit aushalten? Kann ich die Fehler der Gegenwart ertragen? Wie gehe ich mit negativen Empfindungen wie Entsetzen, Ärger, Ekel und Wut um? Kann ich auf eine Zukunft hinleben, die Angst macht, weil sie nur unzureichend vorbereitet werden kann? Kann ich eine Kunst ertragen, die sich zu einem Instrument machen will, diesen Fragen nachzugehen?

Europa steht, wie schon so oft in seiner Geschichte, an einem Scheideweg. Es wird, wenn es wie eine zerstrittene Großfamilie auseinanderfällt,  leichte Beute globaler Interessen werden. Es kann aber auch gestärkt aus dem Prozess der Besinnung auf die eigenen Wurzeln und Stärken als einflussreiche und geeinte Kraft hervorgehen.

Die Künstlerin

Die Bilder von ANTOINETTE berühren, polarisieren, machen betroffen, sind wegen ihrer Gegenständlichkeit konkret, erzählen Geschichten und schaffen ungewohnte Perspektiven. Deshalb sind sie der ideale Einstieg in die gesellschaftliche Diskussion über die europäische Identität und die Zukunft der Gesellschaft auf unserem Kontinent. Die Szenen und Geschichten sind bewusst nicht zu Ende erzählt. Sie lassen Raum für Interpretation, für die individuelle Sicht auf die alltäglichen und großen Themen in unserer Zeit.

ANTOINETTE liefert hierzu ihre inneren Bilder, die als Reflexionen und Feedbacks auf den Zustand unserer Gesellschaft verstanden werden sollen. Mythologische Elemente spannen den Bogen zu den Anfängen unserer gemeinsamen Herkunft auf diesem Kontinent Europa. Sie stellt sich den Traditionen europäischer Malerei, um auf dieses  kulturhistorische Erbe zu verweisen. Sie begreift Kunst als Kommunikation zwischen Generationen und über alle Sprachbarrieren der Ländergrenzen hinweg. 

Die Malerin ist eine Vertreterin der „Leipziger Schule“. Ihre Bilder und ihre Bildsprache stehen in der Tradition ihrer Lehrer Heisig, Mattheuer und Tübke. Seit der deutschen Wiedervereinigung setzt sich ANTOINETTE künstlerisch mit der kulturellen Identität unseres europäischen Kontinents  auseinander. Dabei ist ein umfangreiches Werk entstanden, das in seinen Inhalten an Tagesaktualität nicht zu überbieten ist.

Weitere Informationen:
http://www.antoinette-kunst.de/index.php/zh/werke/malerei

Partner

Velvyslanectví Spolkové republiky Německo v ČR
The European Year of Cultural Heritage 2018
Českoněmecký fond budoucnosti
Státní fond kultury ČR

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